GEDA 2019-EHIS



Die Studie ist eine bundesweite Gesundheitsstudie des Robert Koch-Institutes zum aktuellen Gesundheitszustand in Deutschland. Mittels einer telefonischen Befragung von 20.000 Personen ab 15 Jahren sollen bevölkerungsrepräsentative Daten erhoben werden. Die Datenerhebung findet von April 2019 bis voraussichtlich Anfang 2020 statt und erfolgt im Auftrag des Robert Koch-Instituts. Die erhobenen Daten fließen in unterschiedliche Veröffentlichungen ein. So beispielsweise in die vom Robert Koch-Institut im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes herausgegebenen Publikationen. Diese sind auch über die Internet-Seite www.rki.de/gbe verfügbar und können dort kostenlos herunter geladen werden.

Darüber hinaus werden die erhobenen Daten für wissenschaftliche Auswertungen verwendet, die in Fachzeitschriften veröffentlicht werden. Gestützt auf die VERORDNUNG (EG) Nr. 1338/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 zu Gemeinschaftsstatistiken über öffentliche Gesundheit und über Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz werden die Daten an das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) zum Zweck der Erstellung amtlicher europäischer Statistiken übermittelt (EHIS).


Alle Angaben werden anonymisiert und vertraulich behandelt und ausschließlich zu Forschungszwecken verwendet.




FSME



Im Auftrag des Robert Koch-Instituts führen wir eine Studie zur Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch. Die FSME-Studie wird von 2018–2022 mit dem Ziel durchgeführt, die klinischen Mani­festa­tionen und Spätfolgen der FSME bei Personen zu beschreiben, die im Studien­zeitraum in Baden-Württemberg oder Bayern mit einer FSME gemeldet werden. Zudem soll untersucht werden, wie Betroffene die medizinische Versorgung in Anspruch nehmen und welchen Einfluss die FSME auf ihre Lebensqualität hat. Weiterhin möchten wir Infektionsorte genauer und kleinräumiger als bisher charakterisieren. Dazu wird eine intensivierte Surveillance der FSME durchgeführt. Durch eine Befragung der Ärzte werden die von den Patienten angegebenen Daten validiert und ergänzt. Durch einen Vergleich mit gesunden Kontroll­personen möchten wir Risiko­faktoren für die Erkrankung identifizieren und die Effektivität der FSME-Schutzimpfung bestimmen.

Kontrollpersonen-Befragung: Die Befragung besteht aus einem ca. 20-minütigen Telefoninterview, bei dem es u.a. um Ihre Gesundheit geht und um Aktivitäten, bei denen ein Zeckenkontakt möglich ist. Durch den Vergleich Ihres Freizeitverhaltens mit dem von FSME-Erkrankten hoffen wir, Risikofaktoren für eine Infektion zu identifizieren. Für die Telefonverbindung entstehen Ihnen keinerlei Kosten. Zusätzlich bitten wir Sie, einen ca. 10-minütigen Fragebogen über Ihre Lebensqualität auszufüllen. Ihre Angaben werden mit denen von FSME-Patienten verglichen, um die Auswirkungen der Krankheit besser einzuschätzen, um Risikofaktoren für die Krankheit zu identifizieren und die Wirksamkeit der Impfung zu schätzen.

Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig. Sie können die Teilnahme jederzeit verweigern oder beenden, ohne dass für Sie irgendwelche Nachteile entstehen. An Anfang des Telefoninterviews werden Sie gebeten, Ihre mündliche Einwilligung zur Studienteilnahme zu geben. Falls Sie das Telefoninterview nicht selbst durchführen möchten oder können, kann eine andere Person Ihnen dabei helfen oder die Fragen an Ihrer Stelle beantworten. Nach dem Interview bitten wir Sie außerdem, den kurzen Fragebogen zur Lebensqualität auszufüllen. Sie können wählen, ob Sie den Fragebogen per Post zugeschickt bekommen möchten oder online beantworten.

Die Ergebnisse dienen als Basis für eine Verbesserung der medizinischen Versorgung und der Definition von FSME-Risikogebieten, für die Evaluation der Impf­empfehlungen, sowie die Entwicklung von Präventions­strategien.