201102
Gesund Altern
Lebensqualität und funktionelle Gesundheit im höheren Lebensalter
In dieser repräsentativen telefonischen Bevölkerungsbefragung sollen im Auftrag des Universitätsklinikums Leipzig insgesamt 1500 Privatpersonen ab 65 Jahren in ganz Deutschland befragt werden. Die Wissenschaftler:innen der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie interessieren sich insbesondere dafür, wie ältere Menschen ihren Alltag, ihre Gesundheit und ihre Lebenssituation erleben.

Aufgabenstellung
​Insgesamt sollen1500 telefonischen Interviews proportional zur Einwohnerstruktur Deutschlands erhoben werden. In den Interviews sprechen wir über allgemeine Lebensqualität, gesundheitliche Themen (wie bspw. den Umgang mit Medikamenten oder Impfungen), soziale Kontakte, alltägliche Aktivitäten sowie die Nutzung von Gesundheits- und Serviceangeboten – zum Beispiel in Apotheken oder in digitaler Form. Ziel der Studie ist es, besser zu verstehen, welche Bedürfnisse und Erfahrungen Menschen im höheren Lebensalter haben, um Angebote und Versorgung weiterzuentwickeln.​
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Feldzeit
02.03. - 30.04.2026
Montag bis Freitag: 15:00 bis 20:00 Uhr und bei vereinbarten Terminen auch 09:00 bis 15:00 Uhr.
Zielperson
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ab einem Alter von 65 Jahren
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​bei mehreren möglichen Zielpersonen im Haushalt wird das Schwedenschlüssel-Verfahren angewendet
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lebt dauerhaft in Deutschland
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Dauer des Interviews
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ca. 35 Minuten​
--> ein kurzer Hinweis zur Studie findet man unter den "Studieninfos" auf der USUMA Webseite​
Argumenationshilfe
Für die Kontaktanbahnung empfehlen wir folgende Bausteine:
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„Ich bin bei solchen Anrufen immer vorsichtig.“​
„Das verstehe ich sehr gut. Genau deshalb sage ich Ihnen ganz offen, worum es geht:
Es geht nicht um Werbung, nicht um Verkauf und nicht um Geld.
Wir möchten nur verstehen, wie Menschen Arztbesuche, Apotheken und neue Angebote erleben.
Ihre Erfahrungen helfen, die Gesundheitsversorgung realistisch und fair abzubilden.“
Sie finden die Informationen auch auf der Website von USUMA: usuma.com/gesund-altern
Wir führen eine unabhängige Befragung zu Gesundheit bei Menschen im höheren Lebensalter durch."​​
​​„Worum geht es denn bei der Befragung?“
„Wir möchten wissen, wie Sie Ihre Gesundheit erleben."
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Zum Beispiel:
– Wie sind Ihre Erfahrungen mit Ärzten?
– Wie mit Apotheken?
– Was hilft Ihnen im Alltag – und was eher nicht?
Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten, nur Ihre persönliche Meinung.
​​​„Warum fragen Sie gerade mich?“
„Ihre Erfahrungen sind für uns besonders wertvoll."
Menschen in Ihrem Alter wissen aus eigener Erfahrung, was im Alltag mit Ärzten, Apotheken und der eigenen Gesundheit gut funktioniert und was nicht.
Gerade ältere Menschen werden in medizinischen Fragen oft zu wenig gehört.
Mit Ihrer Meinung helfen Sie, dass ihre Erfahrungen berücksichtigt werden.“
​​​„Was bringt das überhaupt?“
„Viele Entscheidungen im Gesundheitswesen werden getroffen, ohne ältere Menschen direkt zu fragen."
Mit Ihrer Meinung helfen Sie mit, dass die Erfahrungen älterer Menschen in Zukunft stärker berücksichtigt werden. Gesundheit und Lebensqualität sind in jedem Alter wichtig – und Ihre Einschätzung zeigt, was wirklich hilft, möglichst selbstbestimmt zu bleiben.“
​​​„Ist das denn sicher?“
„Ja. Alles, was Sie sagen, bleibt anonym – Ihr Name wird nicht genannt.
Die Teilnahme ist freiwillig.
Sie können jederzeit eine Pause machen oder aufhören.
Es geht um keine Verträge, kein Geld und keine Werbung.
"Es ist eine persönliche Einladung zur Teilnahme."
„Wenn Sie möchten, würde ich jetzt mit ein paar Fragen beginnen.
Wir gehen das ganz in Ruhe durch.
Sie können jederzeit stoppen oder eine Pause machen.“
​​​„Ich bin zu alt dafür.“
„Gerade deshalb ist Ihre Meinung für uns besonders wichtig.“
​​​„Ich bin müde / habe nicht viel Kraft.“
„Das verstehe ich gut. Wir können jederzeit pausieren oder aufhören.“
​​​„Ich kenne mich damit nicht aus.“
„Das ist überhaupt kein Problem. Es geht nur um Ihre persönlichen Erfahrungen.“
​​​„Ich habe Angst vor Betrug.“
„Ihre Vorsicht ist richtig. Deshalb noch einmal:
Es geht nicht um Geld, nicht um Verträge und nicht um Werbung. Sie finden die Informationen zu dieser Studie auch auf der Website von USUMA… UNI Leipzig. (www….)“
​​​„Ich habe keine Zeit.“
„Das verstehe ich. Wann würde es denn besser passen – morgen 15 Uhr oder eher später?
Dann rufe ich Sie morgen gern noch einmal an. Wäre das in Ordnung?“
Hinweise zur Durchführung
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Bitte achten Sie darauf, dass Befragten in der Zielgruppe ab 65 Jahren die vorgelesenen Texte im Fragebogen akustisch verstanden haben und damit Ihre Bewertungen auch richtig verbinden.
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Halten Sie sich bitte an die eingeblendeten Interviewerhinweise und Texte bei der Präsentation einer Frage und der Antwortmöglichkeiten.
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​Achten Sie bitte jeweils genau darauf, dass die Befragten die vorgegebenen Antwortmöglichkeiten und Skalenrichtungen auch wirklich verstanden haben, damit eine Abstufung auch erfolgen kann.
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Berücksichtigen Sie bitte die Prinzipien der Standardisierung, wie die neutrale Interviewführung, kommentieren Sie weder die Fragen noch die Antworten und behalten Sie die Dauer des Interviews im Auge.
Übersicht wichtiger Aspekte im Fragebogen
Lebensqualität (SURV-100):
Der SURV-100 erfasst umfassend die gesundheitsbezogene Lebensqualität. Abgefragt werden verschiedene Bereiche wie körperliche, soziale, emotionale und kognitive Funktionalität im Alltag, typische Symptome (z.B. Erschöpfung oder Schmerzen), finanzielle Belastungen sowie Aspekte des Körperbildes. Ziel ist es, ein möglichst differenziertes Bild der aktuellen Lebenssituation zu erhalten. Die Fragen beziehen sich jeweils auf einen vorgegebenen Zeitraum.

Besonderheiten:
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nutzen Sie hier nach Möglichkeit bei der Abfrage zur besseren Einordnung die Skalenwerte 1 bis 4. Stellen Sie dabei sicher, dass die Skalenrichtung (1-überhaupt nicht bis 4-sehr) korrekt verstanden und von den Befragten verwendet wird.
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bei Befragten, die im Gespräch eine starke körperliche Behinderung angeben (bspw. Rollstuhlfahrende) und dadurch generell körperlich stark eingeschränkt sind, sollten die entsprechenden Fragen (bspw. zur Beweglichkeit) eher unbeantwortet bleiben ("keine Angabe")
Angaben zu Erkrankungen (CE):
Es wird eine Liste mit häufig vorkommenden Erkrankungen vorgelesen. Befragte sollen angeben, welche dieser Erkrankungen vorliegen und inwieweit diese den Alltag einschränken. (Wenn Erkrankung vorliegt, dann Antworten inkl. Level vorlesen „von 1 = gar nicht bis 5 = sehr“)

Besonderheiten:
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Wenn eine Erkrankung in der Vergangenheit liegt und als „geheilt“ eingestuft werden kann, dann soll „Ich habe diese Erkrankung nicht“ angegeben werden
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Bspw. "Erkrankung der Augen, z.B. Grauer Star/Grüner Star": Wenn die Person sich selbst (!) als geheilt einstuft, dann „Ich habe diese Erkrankung nicht“. Wenn die Erkrankung noch vorliegt und z.B. noch keine OP stattgefunden hat, dann soll angegeben werden, wie stark die Einschränkung der Erkrankung ist.
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​Viele der aufgelisteten Erkrankung sind chronisch und dann soll der Grad der aktuellen Beeinträchtigung im Alltag angegeben werden.
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Die Antworten sollen möglichst vergleichbar mit schriftlichen Selbstausfüller-Fragebögen sein, daher auch hier auf Rückfragen, wie "Ist damit auch XY gemeint?" immer antworten mit "So, wie Sie es selbst einschätzen. / Wenn das für Sie unter die Kategorie XY fällt, dann ist damit die Erkrankung auch gemeint."
Wissenschaftsskepsis (WS):
Mit diesem neu entwickelten Fragenblock erfassen wir die allgemeine Einstellung älterer Menschen gegenüber Wissenschaft und wissenschaftlichen Studien. Das Thema ist bislang wenig untersucht, insbesondere im höheren Lebensalter. Ziel ist es, ein besseres Verständnis dafür zu gewinnen, wie Wissenschaft wahrgenommen wird, wie groß das Vertrauen in wissenschaftliche Erkenntnisse ist und wie Studien bewertet werden.

Besonderheiten:
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Aufgrund des teilweise sehr hohen Alters von Befragten kann hier eine Ablehnung auch einfach altersbedingt erfolgen ("Ich bin viel zu alt, um an so einer Studie teilzunehmen")
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Bei dieser Begründung bitte auch "stimme gar nicht zu" anklicken und nicht "keine Angabe". Der Alterseffekt kann dann bei der Analyse der Daten auch abgebildet werden.
Online Apotheke (APOEIN):
Dieser Abschnitt erfasst die Nutzung von Online-Angeboten von Apotheken. Abgefragt wird, ob und wie häufig entsprechende Dienste genutzt werden, welche Angebote (z.B. Medikamentenbestellung oder Beratung) in Anspruch genommen werden und wie die Teilnehmenden Online-Apotheken grundsätzlich bewerten.

Besonderheiten:
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Hier geht es nicht um die Nutzung an sich, sondern um das Wissen darum
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Wenn nichts bekannt (und ggf. auch nichts genutzt wird) ist, wäre es „stimme überhaupt nicht zu“.
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„Keine Angabe“ bitte nur vergeben, wenn die Angabe verweigert wird
Vielen Dank!
Wir freuen uns auf Ihre Interviews.
Bei Hinweisen, Rückmeldungen oder Anmerkungen melden Sie sich bitte zeitnah unter
Tel.: 030 92702866 oder
E-Mail: meldung@usuma.com

